Eine Legende der Automobilbranche stellte seinen Namen zur Verfügung

2008 erhielt das Villengebäude den Namen „Villa Hahn“.

Am 2. April 2008 erhielt das Villengebäude in einem feierlichen Festakt den ehrenvollen Namen „Villa Hahn“, benannt nach dem europäischen Industriemanager Prof. Dr. Carl H. Hahn

Carl Horst Hahn hat sich sehr verdient gemacht um seine Heimatregion - und um Volkswagen. Geboren wurde er am 1. Juli 1926 im sächsischen Chemnitz. Sein Vater Carl Hahn war ein erfolgreicher Unternehmer und am Aufstieg von DKW zur führenden Motorradfabrik der Welt wesentlich beteiligt.

Nach seinem Abitur studierte Carl H. Hahn Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, der Schweiz und England sowie Politikwissenschaften in Frankreich. 1952 promovierte er in Bern zum Dr. rer. pol., studierte daraufhin Italienisch und Kunstgeschichte in Perugia, um anschließend bei Fiat in Italien zu volontieren.

1954 trat Carl H. Hahn der damaligen Volkswagen GmbH bei und machte schnell Karriere im Verkauf. Von 1959 bis 1964 leitete er die „Volkswagen of America“. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich Käfer und Bulli in den USA geradezu als Kultgegenstände profilierten und hohe Marktanteile erreichten.

Im Jahre 1965 kehrte Prof. Dr. Hahn nach Deutschland zurück und wurde, erst 38jährig, in den VW-Vorstand berufen. Neun Jahre später, 1973, übernahm er den Vorstandsvorsitz der Continental Gummi-Werke AG in Hannover und führte den Reifenhersteller innerhalb kurzer Zeit zu globalen Erfolgen.

1982 folgte C. H. Hahn dem Ruf zurück zu Volkswagen nach Wolfsburg. Er schrieb dort als VW-Vorstandsvorsitzender 11 Jahre lang beispiellose Erfolgsgeschichten. Ein besonderes Anliegen war ihm nach der Wende ein Neuanfang an den alten Produktionsstätten der Automobilindustrie in Chemnitz und Zwickau. Volkswagen wurde Dank seines dortigen Engagements zum größten Investor in Ostdeutschland, allein im Freistaat Sachsen wurden dadurch 20.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Bereits vor der Wende bemühte er sich in zähen Verhandlungen im damaligen Karl-Marx-Stadt, eine Lizenzproduktion von VW-Motoren für die volkseigene Automobilproduktion und damit eine grundlegende Modernisierung auf dem Motorensektor zu ermöglichen.

Ende 1992 schied Prof. Dr. Hahn aus seinem Amt als Konzernchef bei der Volkswagen AG aus und wechselte in den Aufsichtsrat des Unternehmens, dem er bis Juni 1997 angehörte.

Im Jahr 2005 veröffentlichte er seine interessanten Memoiren unter dem Titel „Meine Jahre mit Volkswagen“. Carl H. Hahn engagiert sich bis heute in zahlreichen politischen, kulturellen und sozialen Organisationen. Seine immensen internationalen Erfahrungen machen ihn zu einem gefragten Redner auf Podien im In- und Ausland.

2006 gründete er in Wolfsburg die Carl und Marisa Hahn-Stiftung (ehemals Carl H. Hahn Familien-Stiftung), welche sich vorrangig der Förderung von Jugenderziehung, Altenhilfe, Kultur und Kunst sowie Wissenschaft und Technik widmet.

Ebenfalls 2006 wurde Hahn in die European Automotive Hall of Fame gewählt und er ist mittlerweile Ehrenbürger von Wolfsburg, Chemnitz, Zwickau und Changchun in China.

Prof. Dr. Carl H. Hahn hat als Automobilmanager ein halbes Jahrhundert die Geschichte von Volkswagen zum größten Automobilkonzern Europas mitgestaltet und ist damit ein Pionier der Globalisierung. Sein Name macht der Villa, in der er einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte, alle Ehre.

Ein besonderer Höhepunkt fand am 24. Juni 2014 mit der feierlichen Enthüllung einer Sandsteinbüste mit dem Portrait von Prof. Dr. Carl Hahn statt. Mit diesem Akt ehrte die community4you AG, nur eine Woche vor seinem 88. Geburtstag, das beeindruckende Lebenswerk Carl Hahns. Prof. Hahn war von dem stilvollen Kunstwerk, das ihn an seinen Vater erinnere, dem er überaus ähnlich sähe, sehr ergriffen. Die Büste wird künftig einen repräsentativen Platz in der „Villa Hahn“ einnehmen.

Am 10. Oktober 2014 war Prof. Dr. Carl H. Hahn zu Gast beim Sonntagsgespräch von SACHSEN FERNSEHEN und sprach über bewegende und spannende Themen seines Lebens.